Telefonieren blieb 2011 vergleichsweise günstig
Posted on Jan 23, 2012 04:44:07 PM
Die günstigen Kosten für Telefon und Internet haben wir wohl auch dem extremen Wettbewerb bei Komplettangeboten zu verdanken. In den letzten Jahren stiegen die Verbraucherpreise zwar merklich, doch nichtsdestotrotz konnten die Verbraucher auch weiterhin günstig telefonieren und surfen. Die Verbraucherpreise für die Telekommunikation lagen im Durchschnitt des Jahres 2011 um 2,7 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres – das teilte das Statistische Bundesamt vor wenigen Tagen in Wiesbaden mit.
Teuer war gestern
Die Telefonkonzerne haben es momentan im Kampf um die besten Preise nicht gerade leicht. Die Kombi-Angebote und Komplettpakete gibt es mittlerweile überall und nicht immer erreicht die Werbung auch die Verbraucher. Besonders Vertreter von Fremdfirmen, die im Auftrag der Telefonkonzerne von Tür zu Tür gehen, um die Kunden über neue Tarife, schnellere Internetleitungen oder TV-Komplettpakete zu informieren, sehen sich oft einfach nicht im Stande, die Konkurrenz noch zu unterbieten und neue Kunden zu werben. Über diesen Trend können sich die Verbraucher eigentlich nicht beschweren, denn es drückt merklich auf die Preise. Um es in Zahlen auszudrücken, wurden Gespräche im Festnetz und die Internetnutzung im Vergleich zu 2010 um 2,4 Prozent günstiger. Und wer darüber hinaus noch weiterhin beim Telefonieren sparen möchte, kann zusätzlich auch noch Angebote wie Call by Call von Tele2 nutzen. Wählt man die Tele2-Betreiberkennzahl, die der Öffentlichkeit bedingt durch die Werbung vermutlich besser unter der Bezeichnung „Sparvorwahl“ bekannt sein dürfte, zahlt man lediglich die Gesprächskosten nach Tele2-Tarif. Doch wie sind eigentlich die günstigen Tarife zu erklären? Fragt man die Statistiker, liegt das vor allem an dem bereits erwähnten Preiskampf, bei dem vor allem Komplettangebote eine große Rolle spielen, die gleichzeitig den Telefonanschluss, die DSL Verbindung, die Telefon-Flatrate, die Internet-Flatrate und vielleicht sogar noch einen TV-Anschluss umfassen. Sieht man von diesen Offerten einmal ab, wird man feststellen, dass sich Festnetztelefonate im vergangenen Jahr sogar leicht (0,2 Prozent) erhöht haben. Smartphones sorgten 2011 indes für Rekordabsätze und der damit anheim gehende Preiskampf sorgte dafür, dass Gespräche auf dem Mobiltelefon rund 3,5 Prozent billiger als noch im Vorjahr waren.
Die Änderungen des Telekommunikationsgesetzes
In der letzten Zeit hörte man immer wieder davon, dass die Nutzer im Jahre 2012 mit Vorteilen rechnen können, weil sich das Telekommunikationsgesetz in diesem Jahr zu ihren Gunsten ändern wird. Doch stimmt das wirklich? Tatsächlich bringen die Neuerungen, die allerdings erst im Laufe des zweiten Quartals 2012 in Kraft treten werden, einige Vergünstigungen mit sich. Zum Beispiel sollen die Kunden in Zukunft bei einem Anbieterwechsel nicht mehr als einen Tag ohne Anschluss ausharren müssen und die Höchstlaufzeit eines Vertrages wird dann 12 Monate betragen.