Internettelefonie boomt
Posted on Apr 21, 2011 09:36:30 AM
Immer mehr Unternehmen und private Haushalte in Deutschland nutzen die Möglichkeit, über das Internet zu telefonieren. Laut ersten Prognosen werden in diesem Jahr rund 11,2 Millionen Deutsche regelmäßig über das World Wide Web telefonieren, im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Anstieg von nahezu 14 Prozent. Auch für die Zukunft rechnen die Experten des Branchenverbands BITKOM damit, dass die Internettelefonie in der Bundesrepublik immer mehr Anhänger finden wird. Der derzeitige Boom ist im Hinblick auf die zahlreichen Vorteil virtueller Telefonanlagen gegenüber analogen Telefonanlagen nicht verwunderlich. Allerdings gibt es für die Anwender derartiger Dienste einiges zu beachten.
Wer in seinem Unternehmen oder seinem Haushalt die Möglichkeit zur Internettelefonie nutzen möchte, sollte zunächst alle grundlegenden technischen Voraussetzungen erfüllen, die für den Betrieb virtueller Telefonanlagen notwendig sind. Eine wichtige Grundvoraussetzung ist ein schneller Internetzugang über DSL oder Kabel. Ältere oder langsamere Verbindungen zum World Wide Web reichen nicht aus, beziehungsweise werden nicht von allen Providern unterstützt. Vor allem Vieltelefonierer und große Unternehmen sollten eine Internet-Flatrate abschließen, damit sich die Telefonkosten in Grenzen halten.
Voraussetzungen für die Internettelefonie
Genutzt werden kann eine virtuelle Telefonanlage zum Beispiel über so genannte Softphones. Derartige Programme werden in der Regel von den Providern bereit gestellt. Nach dem Umstieg von herkömmlichen Festnetzanschluss zur virtuellen Anlage ist es ebenfalls möglich, das alte Telefon weiterhin zu nutzen. Hierfür wird lediglich ein spezieller VoIP-Adapter benötigt. In manchen Fällen ist ein entsprechender Adapter bereits im Modem integriert.
Um vom herkömmlichen Festnetzanschluss auf eine virtuelle Telefonanlage umsteigen zu können, muss ein Vertrag mit einem VoIP-Anbieter abgeschlossen werden. Manche Internetprovider bieten ebenfalls diese Dienste an, daneben stehen den Verbrauchern jedoch ebenfalls spezielle VoIP-Provider zur Auswahl, die ihrerseits unterschiedliche Tarife anbieten. In der Regel gibt es im Portfolie der Anbieter einerseits Pauschaltarife für das Telefonieren ins Festnetz oder Tarife, die Minutentakt abgerechnet werden. Für wen welche Art von Tarif günstiger ausfällt, ist in erster Linie von den eigenen Ansprüchen und vom Telefonierverhalten abhängig. Für Firmen und Unternehmen lohnt sich vor allem das erstgenannte Modell.
Tarifvergleich
Beim Vergleich der Tarife und Modelle sollte auch darauf geachtet werden, wie hoch die jeweiligen Kosten für Telefonate ins Ausland oder in die deutschen Mobilfunknetze ausfallen.
Üblicherweise können neue Kunden beim Vertragsabschluss mit einem Voice over IP-Anbieter ihre alte Telefonnummer zum neuen Provider mitnehmen. Vor allem für Unternehmen ist dieser Service praktisch, weil so nicht alle Kunden und Geschäftspartner durch den Anbieterwechsel neue Kontaktdaten mitgeteilt werden müssen. Vorteilhaft ist für Unternehmen zudem, dass auf einer virtuellen Anlage beliebig viele Anschlüsse skaliert werden können. Auch zu einem späteren Zeitpunkt können neue Anschlüsse hinzugeschaltet werden, zum Beispiel wenn neue Mitarbeiter eingestellt werden.