Regionalaufschläge bei DSL-Anbietern
Posted on Jul 29, 2010 02:00:36 PM
Das Internet wird ja viel dafür gelobt, dass es zur Demokratisierung beiträgt. Denn alle Surfer haben im Prinzip ja Zugang zu zahlreichen Bildungsquellen und jeder kann seine Meinung äußern. Aber mancher DSL-Kunde muss feststellen, dass er nicht nicht gleich behandelt wird: Denn trotz gleichem Tarif und gleichem Anbieter muss er mehr zahlen als andere Nutzer. Und dass liegt nicht selten an seinem Wohnort.
Einige Anbieter wie 1&1, Alice, Congstar und 02 verlangen von ihren Kunden einen Regionalzuschlag. Und zwar dann, wenn diese in Regionen wohnen, in denen die Betreiber kein eigenes DSL-Netz nutzen können. 36 Prozent der Kunden der vier Anbieter sind davon betroffen. Weil sie insgesamt einen Marktanteil von 22 Prozent haben, ist, umgerechnet auf die insgesamt 26,5 Millionen DSL-Haushalte, jeder 12 Haushalt betroffen.
Im Mecklenburg-Vorpommern ist der Netzzugang häufig teurer
Verbraucher in bestimmten Regionen müssen besonders häufig die Zuschläge von bis zu 5 Euro zahlen – so etwa in Mecklenburg-Vorpommern. Hier sind es 14 Prozent der Verbraucher mit DSL-Zugang, denen mehr berechnet wird. Kunden von Congstar, Alice & Co. sind sogar zu 64 Prozent betroffen. Für Menschen, die sich um Hamburg, Bremen oder Berlin herum niedergelassen haben, stehen die Chancen hingegen bedeutet besser, nicht draufzahlen zu müssen. Denn hier sind nur ein Prozent aller DSL-Nutzer betroffen, und auch nur vier Prozent der Kunden der vier genannten großen Anbieter.
Aber egal wo man wohnt, man sollte sich vor Abschluss eines DSL-Vertrages das Kleingedruckte anschauen. Denn nur hier steht etwas von den Regionalaufschlägen, in den beworbenen Preisen sind sie nicht inkludiert. Ein Anbieter, der zunächst wegen seiner Grundgebühren günstig erscheint, kann so durch einen Regionalaufschlag schnell tatsächlich teurer werden.