DSL l Provider

Schnelle Internetverbindungen

Kein Zugang zur Datenautobahn

Posted on Jun 17, 2010 10:02:17 AM

Das Leben auf dem Dorf ist eine beschauliche Angelegenheit. In Zeiten des Internets ist jedoch eine stete Verbindung zur großen, weiten Welt vorhanden – könnte man meinen. Die Bewohner von Gemeinden wie Hofbieber, Waldstetten oder Seht haben leider andere Erfahrungen gemacht – denn viele Dörfer sind von dem High-Speed-Internet immer noch abgeschnitten.

Während in Großstädten das Netz zu Recht als Datenautobahn bezeichnet wird, ist es auf dem Dorf meist noch nicht einmal eine Landstraße. So muss Marcus Schafft, Bürgermeister der osthessischen Gemeinde Hofbieber, beim Googeln mehr als eine Minute auf einen Treffer warten. Einen Clip auf YouTube zu gucken, kann man gleich vergessen. Für Großstädter eine inzwischen unvorstellbare Situation.

Die Versorgung von kleinen Orten mit DSL ist deshalb so mangelhaft, weil das Surfen mit Hochgeschwindigkeit nur in der nähe von Glasfaser-Knotenpunkten möglich ist. Und die liegen überwiegend in der Nähe großer Städte. Manchmal ist die Versorgung nur drei oder vier Kilometer weiter aber schon nicht mehr gegeben.
Eine Verlegung von ausreichend dicken Kabeln ist für kleine Gemeinden oft nicht zu tragen, denn die Telekom will dafür oft mehrere hunderttausend Euro haben.

Die Gemeinde Waldstetten konnte diese Summe nicht aufbringen, wollte sich mit der Situation aber auch nicht abfinden. So beschlossen die Bewohner kurzerhand, die Leitungen selbst zu verlegen. Die Kosten sanken dadurch von 200.000 Euro auf rund 110.000 Euro. Von soviel Engagement beeindruckt, machte die Telekom das Angebot, den Restbetrag zu übernehmen – wenn 115 DSL-Verträge abgeschlossen würden. Bisher sind es 90 – die ersehnte schnelle Highspeed-Verbindung liegt also in greifbarer Nähe.

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