115 wirft Fragen auf: Was kostet die neue Behördennummer?
Posted on Mrz 23, 2009 04:33:51 PM
Die Ankündigung, dass mit der 115 bald eine eigene einheitliche Behördenrufnummer initiiert wird, stieß bei vielen Deutschen auf Begeisterung: Laut einer Umfrage des Branchenverbandes Bitkom in Berlin wollen 80 Prozent der Befragten zukünftig bei amtlichen Anliegen die neue Behördennummer wählen.
Morgen Dienstag startet das Pilotprojekt – noch scheinen einige Fragen ungeklärt, gerade bezüglich Kosten herrscht bei vielen Bürgern noch Unklarheit. Die 115 ist – im Gegensatz zu den bestehenden Notrufnummern 110 und 112 – nicht etwa kostenlos, wie von vielen Verbrauchern vermutet, sondern gebührenpflichtig: Wie hoch die Kosten sind, hängt vom jeweiligen Festnetz – oder Mobilfunkanbieter ab. „Aus dem Festnetz fallen beispielsweise je nach Anbieter zwischen 7 und 12 Cent pro Minute an“, wird Rafaela Tschöp vom Onlinemagazin www.teltarif.de auf dem Onlineportal von „News aktuell“ zitiert. Ruft man vom Handy aus an, kann dies den Anrufer auch 50 Cent kosten.
Bislang haben die Telefonanbieter die genauen Kosten nicht kommuniziert: Wer sich dennoch schlau machen will, was denn nun für die Wahl der neuen Behördennummer zu zahlen ist, der muss die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) der Anbieter durchstöbern. Auch schien die Politik wenig bestrebt zu sein, einheitliche Tarife für die neue Nummer einzuführen. Daher bleibt eine Portion Skepsis bezüglich 115 – auch bei Rafaela Tschöp: „Ob der Service tatsächlich wie geplant funktioniert, wird die Testphase zeigen. Da die Minutenpreise mitunter recht hoch sind, ist eine schnelle und kompetente Bearbeitung aus Verbrauchersicht unabdingbar.“
Die neue Behördennummer soll dem Verbraucher helfen, allgemeine amtliche Anliegen schnell zu erledigen. Unter der Nummer 115 beantworten Behördenmitarbeiter häufig vorkommende Fragen oder leiten an die entsprechenden Dienststellen weiter.